Infos zum Bogensport

Hier finden Sie Informationen rund um den Bogensport!


Weitere Informationen gibt es bei unserem Bogenreferenten Rudi Wenzel, Telefon 07309 / 427299 bzw. per
E-Mail rudolf.wenzel(at)sv-hubertus-bubenhausen.de.

 

Bogensport

Mit Gründung des Dachverbandes „Fédération Internationale de Tir á l ´Arc", kurz FITA , wurde 1931 der Grundstein gelegt, daß Bogenschießen wieder zu den Olympischen Spielen zugelassen wurde. Bogenschießen mit dem Recurvebogen/Visier wird seit 1972 wieder im offiziellen olympischen Wettkampfprogramm geführt.
2011 wurde der Dachverband umbenannt in "World Archery Association" (kurz WA).


Disziplinen

Bogenschießen ist in verschiedene Wettbewerbe (Disziplinen) und sogenannte FITA Runden (neu: WA-Runden) eingeteilt. Es werden in der Sportordnung drei Wettbewerbe unterschieden: Recurvebogen, Compoundbogen und Blankbogen.


Bogentypen

Die meisten Bögen sind in Wurfarme und Mittelstück teilbar, die über Steck -oder Schraubsysteme verbunden werden. Man nennt es auch Takedown. Das Mittelstück ist heute vorwiegend aus Metall-Legierungen oder Aluminium. Es kann gegossen oder gefräst sein. Die Wurfarme bestehen häufig aus einer Kombination verschiedener Werkstoffe, wie Holz, Carbon, Keramik oder Hartschaum. Sie sind je nach Bedarf in Zuggewichtsstärken erhältlich. Eine Berechnungsgröße ist "lbs". Ein lb ist dem englischen Pfund (pound) gleich und entspricht 454 Gramm.


Der Wettkampfbogen der olympischen Disziplin ist der Recurvebogen. Geschossen wird er mit Visier, Stabilisation, Button (Vorrichtung zur Pfeilflugoptimierung) und meist mit Auszugskontrolle (Klicker). Die Sehne wird mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger gehalten.
Im fortgeschrittenen Bereich liegt das Zuggewicht der Männer bei etwa 40 - 46 lbs, bei Frauen ca. 32 - 36 lbs. Im Leistungssportbereich sind es teilweise noch 2 - 4 lbs mehr.


Den Compoundbogen kennzeichnen exzentrisch gelagerte Rollen, über die Sehne und Kabel laufen. Das zunächst hohe Zuggewicht von max. 60 lbs, verringert sich dadurch auf ca. 35 - 40%.
Der Compound hat eine Art "Kimme und Korn", d. h. ein Zielloch (Peep-Sight) an der Sehne und ein Vergrößerungsvisier mit Wasserwaage (Scope). Die Sehne wird nicht mit den Fingern gehalten, sondern mit einer "mechanischen Vorrichtung", dem Release.

Der Langbogen ist der klassische Bogen in allgemeinem Sinne. Er besteht aus einem Holzstab, dessen Enden mittels einer Sehne verbunden sind. Die Sehne liegt nicht an den Bogenenden an. Die Eigenschaften der ausgewählten Hölzer verleihen dem Bogen eine hohe Schusskraft. Beim Auszug nimmt mit der Auszugslänge der Widerstand merklich zu. Dies erforder vom Schützen natürlich auch ein gewisses Maß an Kraft. Der klassische Langbogen verfügt über kein Schussfenster. Das bedeutet das der Pfeil den Bogen nicht mittig verlässt sondern etwas versetzt zur Mitte geschossen wird. Diese Abweichung muß beim Schuß berücksichtigt werden, um den Pfeil erfolgreich ins Ziel zu senden.

In der Grundlage entspricht der Blankbogen dem Recurvebogen. Die Besonderheit liegt in den nicht erlaubten Hilfsmitteln, wie z. B. die Benutzung eines Visiers oder Stabilisations-Systems.


Die Auswahl der Pfeile spielt im Wettkampfbereich eine große Rolle. Verwendet werden Aluminium-Carbon Pfeile, Vollcarbon Pfeile oder reine Aluminium Pfeile.

Ihre Beschaffenheit (insbesondere das Gewicht) wirkt sich auf das Flugverhalten aus. Die Pfeilfluggeschwindigkeit beträgt, je nach verwendetem Material und Zuggewicht, bis zu 200 km/h.

Holzpfeile finden im leistungsorientierten modernen Bogensport keine Anwendung.

 

 

Der Weg des Pfeiles vom Anlegen bis zum Treffer!